Krankenhausportal

Für Mitglieder

Mehr Qualitätsergebnisse als jedes andere vergleichbare Portal in Deutschland

Zur Bewertung der Klinikqualität werden bis zu  400 Qualitätsindikatoren herangezogen.

Die Klinikqualität wird in fünf Dimensionen dargestellt: Medizinische Qualität, Patientensicherheit, Patientenzufriedenheit und Einweiserzufriedenheit sowie Ethik und Werte.

Standardisierte Befragungsbögen sorgen für bundesweite Transparenz und Vergleichbarkeit der Qualitätsergebnisse.

Datensicherheit

Die Erhebungen werden von Befragungsinstituten durchgeführt, die sich bei Qualitätskliniken.de akkreditieren müssen.

Die Auswertung der Daten erfolgt über das neutrale BQS-Institut. Weder die Gesellschafter von Qualitätskliniken.de noch die Mitglieder haben Zugriff auf die Ergebnisdaten beim BQS-Institut. Erst nach der Freigabe der Ergebnisdaten werden diese im Suchportal sichtbar.

Alle Partner, die mit Qualitätskliniken.de kooperieren, haben sich zu strengen Datenschutzregelungen verpflichtet.

Exklusive Auswertung und Darstellung der gemäß §137 SGB V und §21 KHEntgG erhobenen Datensätze

Beide Datenbestände werden ausgelesen und nach den offiziellen Regeln der gesetzlichen Qualitätssicherung bzw. nach von Qualitätskliniken.de entwickelten Rechenregeln in Ergebnisse der medizinischen Qualität umgewandelt.

Die Ergebnisse nach §137 SGB V und §21 KHEntgG werden auf Klinikebene sichtbar und der Analyse zugänglich gemacht.

Validität und Aktualität

Die Ergebnisse zur Bewertung der medizinischen Qualität werden durch zahlreiche Plausibilitäts- und Vollständigkeitsregeln durch zwei unabhängige Berechnungsverfahren überprüft.

Die Richtigkeit der Daten zur Patientensicherheit und zur Ethik und Werte wird durch stichprobenartige externe Audits überprüft.

Alle Daten der Qualitätsdimensionen 2-5 können monatlich aktualisiert, müssen aber spätestens alle 3 Jahre neu erhoben werden.

Die Daten der medizinischen Qualität werden einmal jährlich aktualisiert.

Erweiterte Auswertungsmöglichkeiten der Qualitätsdaten

Neben der transparenten Darstellung der Qualitätsergebnisse im Portal nach außen, erhalten die Kliniken in einem geschlossenen Mitgliederbereich (Extranet)  individuelle Benchmarking-Auswertungen, die sie für die interne Steuerung des Qualitätsmanagements nutzen können.

Durch einen externen Vergleich der Qualitätsergebnisse mit anderen Kliniken kann die eigene Position besser als bisher eingeschätzt werden.

Zeitgemäße, standardisierte und validierte Erhebungsinstrumente

Strukturierte Selbstauskunft zur Patientensicherheit, basierend u. a. auf der WHO-Checkliste und der EFQM-Systematik.

Die Fragebögen zur Patienten- und Einweiserzufriedenheit basieren auf bekannten und etablierten Erhebungsbögen.

Alle Erhebungsinstrumente (Selbstauskunft zur Patientensicherheit, Ethik und Werte, Fragebögen zur Patienten- und Einweiserzufriedenheit) werden von Qualitätskliniken.de und Vertretern der Mitgliedskliniken kontinuierlich weiterentwickelt und an den neuesten Stand der Forschung angepasst.

Mitwirkung an der Entwicklung der Qualitätsindikatoren

Die Qualitätsindikatoren werden zusammen mit den Mitgliedskliniken weiterentwickelt, methodisch abgesichert und kontrolliert.

Medizinische Fachgesellschaften haben die Möglichkeit, von ihnen entwickelte Qualitätsindikatoren in das Indikatorenset von Qualitätskliniken.de aufnehmen zu lassen.

Gelebtes Qualitätsmanagement

Die transparente Darstellung der Qualitätsergebnisse im Internet verpflichtet alle an der Qualitätsarbeit Beteiligten, sich mit ihren Ergebnissen zu beschäftigen.

Unterstützung bei der Qualitätsverbesserung: Verbesserungspotenziale werden z. B. in der Qualitätsdimension Patientensicherheit mittels der strukturierten Selbstauskunft deutlich.

Transparente Prozesse und volle Kontrolle

Mitgliedskliniken erheben ihre Qualitätsdaten mit standardisierten, validierten und vorgegebenen Instrumenten. Die Ergebnisse dieser Erhebungen werden verschlüsselt per E-Mail an das BQS-Institut versandt. Dort werden die Daten geprüft und und zu einem Gesamtergebnis verrechnet. Nach Abschluss dieses Prozesses wird die Mitgliedsklinik benachrichtigt und kann ihre Ergebnisse prüfen. Werden die Ergebnisse freigegeben, stellt das BQS-Institut diese im Suchportal von Qualitätskliniken.de ein.

Marketingunterstützung

Mitgliedskliniken können auf ihrer Webseite mit dem Siegel von Qualitätskliniken.de werben.

Mitgliedskliniken können alle ihre Qualitätszertifikate im Suchportal anzeigen lassen.

Die eigene Qualität wird gegenüber Patienten und Bürgern kommunizierbar gemacht.

Durch die Darstellung der eigenen Qualitätsergebnisse, der Qualitätszertifikate und der Serviceangebote können Mitgliedskliniken neue Patientengruppen erschließen.

Unter der Motorhaube

Die Qualitätsdimensionen

Für die Qualitätsbewertung bei Qualitätskliniken.de wurden fünf Qualitätsdimensionen gewählt und insgesamt nahezu 400 Qualitätsindikatoren aus diesen Dimensionen herangezogen. Bei den fünf Qualitätsdimensionen handelt es sich im Einzelnen um

  • Medizinische Qualität
  • Patientensicherheit
  • Patientenzufriedenheit
  • Einweiserzufriedenheit
  • Ethik und Werte

Datenherkunft

Qualitätskliniken.de nutzt verschiedene Datenquellen: Zum einen gesetzlich vorgeschriebene und öffentlich zugängliche Daten wie den Qualitätsbericht der Krankenhäusergemäß §137 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 SGB V (Berichtsjahr 2013), zum anderen werden einige Daten exklusiv von den Mitgliedskliniken erhoben.

*Die Qualitätsberichte der Krankenhäuser werden vorliegend nur teilweise bzw. auszugsweise genutzt. Die Qualitätsberichte der Krankenhäuser werden vorliegend in Verbindung mit anderen Erkenntnisquellen genutzt. Die angegebenen Empfehlungen und Ergebnisse stellen daher keine authentische Wiedergabe der Qualitätsberichte dar. Eine vollständige Darstellung der Qualitätsberichte der Krankenhäuser erhalten Sie unter www.g-ba.de.*

Für die Qualitätsbewertung der ersten Dimension (Medizinische Qualität) nutzt Qualitätskliniken die Daten, deren Erhebung vom Gesetzgeber vorgeschrieben sind (§ 21 KHEntG und § 301 SGB V).

Die Qualitätsbewertung der anderen Dimensionen basieren auf Daten, die die Mitgliedskliniken zusätzlich erheben. Die Erhebungs- und Auswertungsinstrumente für diese Daten werden von Qualitätskliniken.de kontinuierlich an aktuelle Standards angepasst und sind für alle Mitgliedskliniken dieselben.

Aus welchen Daten werden die im Onlineportal dargestellten Fallzahlen in der Klinikliste berechnet?

Die Fallzahlen in der Klinikliste werden aus der Datei "fall.csv" ermittelt. Diese ist Bestandteil der an das BQS-Institut übermittelten § 21-Daten KHEntgG der jeweiligen Mitgliedsklinik. Berücksichtigt werden die Fälle von Fachabteilungen, die sich nach dem DKG-Schlüssel (§ 301 SGB V) zuordnen lassen, also z.B. keine FA-Schlüssel wie 0001 oder 9999. Die Fallzahlen für Nicht-Mitgliedskliniken werden den Angaben aus dem gesetzlichen Qualitätsbericht (ohne Fachabteilungsbezug) entnommen.

Wie kommen die dargestellten Fallzahlen der Patienten in den Klinikdetails zustande?

Die dargestellten Fallzahlen in der Klinikliste stammen aus den an das BQS-Institut übermittelten § 21-Daten KHEntgG der jeweiligen Mitgliedsklinik. Berücksichtigt werden die Fälle von Fachabteilungen, die sich nach dem DKG-Schlüssel (§ 301 SGB V) zuordnen lassen, also z.B. keine FA-Schlüssel wie 0001 oder 9999. OPS werden dann zu einer Fachabteilung gezählt, wenn das Behandlungsdatum in den stationären Aufenthalt auf dieser Fachabteilung fällt. ICD werden dann zu einer Fachabteilung gezählt, wenn die Fachabteilung die entlassende Fachabteilung war. Dies dient zur Vermeidung von Doppelzählungen bei internen Verlegungen. Die Fallzahlen für Nicht-Mitgliedskliniken werden den Angaben aus dem gesetzlichen Qualitätsbericht (ohne Fachabteilungsbezug) entnommen.

Woher kommen die Angaben zu Ausstattung und Service und den Leistungsangeboten?

Diese Angaben werden dem gesetzlichen Qualitätsbericht entnommen, den die Kliniken jedes Jahr selbst erstellen müssen.

Wie kommen die Daten der Dimension "Patientensicherheit" zustande?

Mitgliedskliniken erheben diese Daten auf der Grundlage einer strukturierten Selbstauskunft, die u. a. auf der WHO-Checkliste beruht. Die Daten werden durch stichprobenartige Audits überprüft.

Wie kommen die Daten der Dimension "Ethik und Werte" zustande?

Mitgliedskliniken erheben diese Daten auf der Grundlage einer strukturierten Selbstauskunft. Die Daten werden durch stichprobenartige Audits überprüft.

Woher kommen die Daten zur "Patientenzufriedenheit" und "Einweiserzufriedenheit"?

Diese Daten werden mittels standardisierten Fragebögen erhoben. Diese entsprechen den aktuellen wissenschaftlichen Standards. Die Befragungen werden ausschließlich durch akkreditierte Befragungsinstitute durchgeführt.
Die Fragebögen, die Qualitätskliniken.de zur Verfügung stellt, können bei Bedarf in bereits bestehende Fragebögen integriert werden.

Ergebnisberechnung

Wie errechnen sich die Ergebnisse in der medizinischen Qualität?

Die Mehrzahl der Indikatoren der Qualitätsdimension "Medizinische Qualität" wird aus den Daten des § 137 SGB V des jeweils gültigen Erfassungsjahres berechnet. Die Berechnung der Indikatoren erfolgt nach Standard der Externen Vergleichenden Qualitätssicherung analog zur Berechnung der jeweils gültigen Jahresauswertung auf Bundesebene. In den Folgejahren erfolgt eine jahresbezogene Anpassung der Rechenregeln an die Vorgaben des Instituts nach § 137 SGB V.
Weitere 18 Indikatoren werden unmittelbar aus den Daten nach § 21 KHEntgG berechnet. Diese Daten werden umgangssprachlich manchmal als "Routinedaten" bezeichnet.
Eine Übersicht über die Indikatoren des Portals Qualitätskliniken.de können Sie auf Anfrage bei der Geschäftsstelle von Qualitätskliniken.de erhalten. In Kürze wird eine Übersicht auch im Internet bereitgestellt.

Wie werden die dargestellten Ergebnisse der Qualitätsindikatoren interpretiert?

Die Darstellung der einzelnen Ergebnisse eines Krankenhauses für die Qualitätsindikatoren erfolgt

  • in der Medizinischen Qualität als Prozentwert, Verhältnis- oder Fallzahl oder auch als Median- oder Mittelwert
  • in der Patientensicherheit als Punktwert,
  • in der Patientenzufriedenheit als Prozentwert,
  • in der Einweiserzufriedenheit als Prozentwert und
  • in der Ethik und Werte als Punktwert.

Werden FAB wie Psychiatrien überhaupt dargestellt bzw. fließen Sie in die Berechnung ein? Wenn ja, mit welchen Indikatoren?

Wenn eine Klinik eine Psychiatrie als bettenführende Haupt- oder Belegabteilung im § 21 KHEntgG Datensatz kodiert hat, wird sie dargestellt, wenn sie den Fachabteilungskode 2900 (und weitere) oder 3000 (und weitere) verwendet.
Psychiatrische Abteilungen fallen jedoch nicht mit der medizinischen Qualität in die Berechnung des Qualitätsindex, da es hierzu keinen Leistungsbereich nach § 137 SGB V oder § 21 KHEntgG gibt.

Ergebnisdarstellung

Wie werden die dargestellten Ergebnisse der Qualitätsindikatoren interpretiert?

Die Darstellung der einzelnen Ergebnisse eines Krankenhauses für die Qualitätsindikatoren erfolgt

  • in der Medizinischen Qualität als Prozentwert, Verhältnis- oder Fallzahl oder auch als Median oder
  • in der Patientensicherheit als Punktwert,
  • in der Patientenzufriedenheit als Prozentwert,
  • in der Einweiserzufriedenheit als Prozentwert und
  • in der Ethik und Werte als Punktwert.

Wann verändert sich die Reihenfolge der angezeigten Krankenhäuser?

Die Reihenfolge der angezeigten Einrichtungen ändert sich durch die Benutzung verschiedener Suchkriterien.

  1. Die Reihenfolge ergibt sich aus der Gesamtqualität – die Einrichtung mit der höchsten Gesamtqualität steht an erster Stelle.
  2. Nutzt der Portalbesucher die Regler für Gesamtqualität der 5 Qualitätsdimensionen, bleibt die Rangfolge gleich, aber es können Einrichtungen aus der Liste entfernt werden, die die Mindestgesamtqualität nicht erfüllen.
  3. Wenn der Portalbesucher seine Eingabemöglichkeiten im Rahmen der Feinabstimmung hinsichtlich Fachrichtung, Behandlungsart oder Ort mit Umkreis nutzt, ändert sich die Menge der in Frage kommenden Einrichtungen. Damit wird sich auch die Rangfolge der dargestellten Einrichtungen verändern.

Unsere Klinik ist keine Mitgliedsklinik. Welche Daten werden von unserer Klinik im Webportal dargestellt. Woher kommen diese Daten?

Die Daten der "Nicht-Mitgliedskliniken" stammen aus dem vom Gemeinsamen Bundesausschuss offiziell freigegebenen Qualitätsbericht Ihres Klinikums. Die Angaben zu Eingriffen werden über die Hauptdiagnosen des Qualitätsberichtes ermittelt.

Unsere Klinik ist keine Mitgliedsklinik. Wir sind aber auch nicht in der Liste aller Nicht-Mitglieder aufgeführt. Woran kann das liegen und wie kann die Klinik in die Liste aufgenommen werden?

Sollte Ihre Klinik nicht in der Liste aller Nicht-Mitglieder erscheinen, kann es daran liegen, dass der von Ihrem Klinikum gesetzlich vorgeschriebene Qualitätsbericht nicht zu den offiziell vom Gemeinsamen Bundesausschuss  freigegeben Qualitätsberichten gehört. Sollte dies der Fall sein, geben Sie diese Information bitte per E-Mail mit Angabe Ihrer IK-Nummer weiter an techsupport@qualitaetskliniken.de, damit wir Ihnen weiter behilflich sein können.

Unsere Klinik ist keine Mitgliedsklinik. Warum ist auf der Klinikdetailseite kein Bild eingestellt? Wie können Bilder veröffentlicht werden?

Für Nicht-Mitgliedskliniken ist keine Darstellung mit Bild der Einrichtung vorgesehen. Diese Darstellungsart ist den Mitgliedskliniken vorbehalten, da die Darstellung eines Bildes mit zusätzlichem Aufwand verbunden ist.

Qualitätsbewertung

Was ist ein Qualitätsindikator?

Ein Qualitätsindikator ist ein quantitatives Maß, welches zur Beurteilung und Bewertung der Qualität wichtiger Produktionsschritte, Managementfunktionen und Ergebnisse genutzt werden kann. Vielfach synonym zum Begriff Qualitätsindikator wird der Begriff Kennzahl verwendet, wobei sich ein Qualitätsindikator in der Regel aus mehreren Kennzahlen zusammensetzt.

Ein Indikator ist kein direktes Maß der Qualität. Vielmehr ist es ein Werkzeug, mit Hilfe dessen Leistung bewertet werden kann. Dabei ist zu beachten, dass einzelne Indikatoren immer nur Ausschnitte der Qualität beschreiben, so dass nur die Betrachtung einer Vielzahl von aufeinander abgestimmten Indikatoren in ihrer Kombination ein umfassendes Qualitätsurteil zulässt.

Referenzbereiche oder Referenzwerte geben Ergebnisgrenzen an, innerhalb derer ein Indikatorergebnis als unauffällig gewertet wird. Über- oder unterschreiten die erhobenen Messwerte diese Grenzen, gilt das Indikatorergebnis zunächst als rechnerisch auffällig.

Im Falle rechnerisch auffälliger Indikatorwerte wird die Aufmerksamkeit auf mögliche Problembereiche der Organisation gelenkt. Diese Bereiche können nun einer intensiven Überprüfung innerhalb der Organisation zugeführt und gegebenenfalls zur Verbesserung führende Folgemaßnahmen eingeleitet werden.

Was ist ein Referenzbereich?

Der Referenzbereich gibt den Bereich eines Qualitätsindikators an, in dem sich der gemessene Wert befinden sollte, um erreichbar gute Qualität darzustellen. Der Referenzbereich kann auch als "Unauffälligkeitsbereich" bezeichnet werden.
Es werden Zielbereiche und Toleranzbereiche unterschieden:
Zielbereich: Gestützt auf wissenschaftliche Untersuchungen wird definiert, welches Ergebnis als gute Qualität anzusehen ist. Für diese Indikatoren werden feste Werte als Referenzbereichsgrenzen festgelegt.
Toleranzbereich: Für einige Indikatoren lässt sich keine sichere Grenze festlegen, die erreichbar gute Qualität beschreibt. Hier wird der Referenzbereich so festgelegt, dass er besonders auffällige Ergebnisse kenntlich macht.

Wie entsteht die Qualitätsbewertung?

Die Qualitätsbewertung entsteht durch einen Prozess in 4 Schritten.

  • Schritt 1 - Die Auswahl der 5 Qualitätsdimensionen und ihrer Indikatoren

Dieser Prozessschritt wurde Ihnen in der Beantwortung der Frage "Woraus setzt sich die Qualitätsbewertung zusammen" bereits dargestellt. Nochmals kurz zusammengefasst waren es die fünf Qualitätsdimensionen
Medizinische Qualität, Patientensicherheit, Patientenzufriedenheit, Einweiserzufriedenheit, Ethik und Werte und ihre Indikatoren.

  • Schritt 2 - Die Gewichtung der Indikatoren einer Qualitätsdimension untereinander

In den Qualitätsdimensionen Patientensicherheit, Patientenzufriedenheit, Einweiserzufriedenheit und Ethik und Werte wird jeder Indikator gleich behandelt. Jeder Indikator bringt dasselbe Gewicht in die Beurteilung ein.
Die Indikatoren der Medizinischen Qualität gehen mit unterschiedlichen Gewichten in die Beurteilung ein. Eine Gruppe von Indikatoren wurde von den Expertengruppen des Instituts für Qualität und Patientensicherheit (BQS) nach intensiver methodischer Testung als besonders aussagekräftig bewertet. Diese gehen mit einem Faktor 1,5 in die Beurteilung der medizinischen Qualität ein.

  • Schritt 3 - Die Verdichtung zu einer Rangfolge

Die Ergebnisse aller Mitgliedskrankenhäuser werden zu einer Rangfolge zusammengestellt. Dazu wird wie folgt vorgegangen: Zunächst wird pro Indikator im jeweiligen Leistungsbereich (entspricht einer Menge von Indikatoren, die bei einem bestimmten Eingriff erhoben werden) eine Rangfolge aus den Ergebnissen aller Krankenhäuser errechnet. Krankenhäuser, die diesen Indikator oder Leistungsbereich nicht berichtet haben, werden in den Berechnungen nicht berücksichtigt. Schließlich wird unter Berücksichtigung der erbrachten Behandlungsfälle aus der Summe der Leistungsbereichs-Rangplätze der abschließende Rang des Krankenhauses in der Qualitätsdimension medizinische Qualität ermittelt.

  • Schritt 4 - Die Gewichtung der verschiedenen Qualitätsdimensionen untereinander

Aufgrund der Bedeutung der Medizinischen Qualität für den Patienten wird diese mit 35 Prozent bei der Gesamtbewertung berücksichtigt. Der Rangplatz, den ein Krankenhaus im Indikatorbereich (Qualitätsdimension) der Medizinischen Qualität erreicht, macht also mehr als ein Drittel der Gesamtbewertung aus.
Die Qualitätsdimension der Patientensicherheit geht mit 25 Prozent (ein Viertel) und die Patientenzufriedenheit geht mit 20 Prozent (ein Fünftel) in die Bewertung ein. Mit jeweils 10 Prozent fließen die Qualitätsdimensionen Einweiserzufriedenheit und Ethik und Werte in die Gesamtbewertung ein und machen also jeweils ein Zehntel aus. Berichtet ein Krankenhaus aus einer Qualitätsdimension keine Daten, wird dies insofern berücksichtigt, als es dafür keine Punkte erzielt.
Aus der Summe der Rangplätze der 5 Qualitätsdimensionen ergibt sich dann der endgültige Rang eines Krankenhauses.
Da die Indikatoren und die Methodik der Verdichtung statistische Unschärfen aufweisen, wird die Rangfolge in 3 Gruppen dargestellt.

  1. Listenbereich 25%
  2. Listenbereich 50%
  3. Listenbereich 25%

Im ersten Listenbereich sind die Mitgliedskliniken mit dem höchsten Bewertungsniveau dargestellt. Es sind 25 Prozent der Krankenhäuser, die durch die Suche eines Portalbesuchers und seine Auswahl (Fachgebiet, Krankheitsbild, Behandlung und/oder Ort mit Umkreis) in Frage kommen.
Im zweiten Listenbereich wird die Hälfte der in die Auswahl gelangten Mitgliedskliniken dargestellt, die das Mittelfeld der Bewertung bilden.
Im dritten Listenbereich wird das Viertel der Krankenhäuser dargestellt, die die geringsten Bewertungen unter den Mitgliedskliniken erreicht haben.
Innerhalb der drei Listenbereiche werden die Mitgliedskliniken nach dem Zufallsprinzip gereiht. Der Portalbesucher kann die Reihenfolge innerhalb der drei Listenbereiche ändern, indem er nach der Entfernung oder der Fallzahl sortiert.
Im Bereich unterhalb der Mitgliedsliste werden alle Krankenhäuser Deutschlands dargestellt, die nicht Mitglieder des Portals sind, jedoch den Suchkriterien des Portalbesuchers hinsichtlich Fachgebiet, Krankheitsbild, Behandlung und Ort mit Umkreis entsprechen. Diese Nicht-Mitgliedskliniken werden nicht nach den 4QD-Qualitätsindikatoren bewertet. Es werden lediglich Daten aus den öffentlich zugänglichen Qualitätsberichten dargestellt.
Die Mitgliedschaft oder Nicht-Mitgliedschaft einer Klinik an diesem Portal beinhaltet keine Aussage über ihre Qualität. Kliniken, die am Portal nicht teilnehmen, können also ein gleich hohes, höheres oder niedrigeres Qualitätsniveau erreichen als Mitgliedskliniken.

Wann verändert sich die Reihenfolge der angezeigten Krankenhäuser?

Die Reihenfolge der angezeigten Krankenhäuser ändert sich durch die Benutzung verschiedener Suchkriterien.
Die Reihenfolge ergibt sich aus der Gesamtqualität – das Krankenhaus mit der höchsten Gesamtqualität steht an erster Stelle.
Nutzt der Portalbesucher die Regler für Gesamtqualität der 4 Qualitätsdimensionen, bleibt die Rangfolge gleich, aber es können Krankenhäuser aus der Liste entfernt werden, die die Mindestgesamtqualität nicht erfüllen.
Wenn der Portalbesucher seine Eingabemöglichkeiten im Rahmen der Feinabstimmung hinsichtlich Fachrichtung, Behandlungsart oder Ort mit Umkreis nutzt, ändert sich die Menge der in Frage kommenden Krankenhäuser. Damit wird sich auch die Rangfolge der dargestellten Krankenhäuser verändern.

Wie werden die Daten auf ihre Richtigkeit hin überprüft?

Für das Portal Qualitätskliniken.de wurde ein Konzept zur Überprüfung der Richtigkeit der dort eingestellten Daten entwickelt. Dies sieht unterschiedliche Vorgehensweisen für die 5 Qualitätsdimensionen vor.

  • Überprüfung der Daten der Dimension Medizinische Qualität

Die Daten zur Bewertung der medizinischen Qualität stammen aus verschiedenen Datenquellen. So wurden umfangreiche Daten verwendet, die im Rahmen der gesetzlich verpflichtenden externen stationären Qualitätssicherung (§ 137 SGB V) erhoben wurden. Bereits für diese Erhebung wurden zahlreiche Plausibilitäts- und Vollständigkeitsregeln in einem eigens dafür erstellten Computerprogramm überprüft. Nur Daten, die allen diesen Regeln entsprechen, wurden in die Auswertung einbezogen. Zusätzlich liefern die Kliniken die Sollstatistik mit der Aufstellung der Zahl der zu dokumentierenden Datensätze, die mit den Lieferungen an Qualitätskliniken.de verglichen werden.

  • Überprüfung der Daten der Dimension Patientensicherheit

Die Daten zur Bewertung der Patientensicherheit sind eine Selbstauskunft des jeweiligen Krankenhauses. Von besonderem Gewicht für eine positive Bewertung ist die Bestätigung der Selbsteinschätzung durch eine externe Organisation (Externes Audit). Zusätzlich werden die Ergebnisse stichprobenartig von 4QD-Auditoren überprüft.

  • Überprüfung der Daten der Dimensionen Patientenzufriedenheit und Einweiserzufriedenheit

Die Daten zur Bewertung der Patientenzufriedenheit und Einweiserzufriedenheit stammen aus Befragungen. Für die korrekte Durchführung von Befragungen wurden Regeln aufgestellt. Diese Regeln wurden als Konzept für die Durchführung von Befragungen zur Veröffentlichung im Portal Qualitätskliniken.de formuliert und sind als Bestandteil des Qualitätsmanagementhandbuchs im Portal Qualitätskliniken.de einsehbar.
Das die Befragung durchführende Unternehmen verpflichtet sich vertraglich, diese Regeln einzuhalten. Mit schriftlicher Bestätigung wird das Unternehmen für die Durchführung von Befragungen für Qualitätskliniken.de zugelassen. Die zugelassenen Unternehmen können in einer Liste der akkreditierten Befragungsinstitute eingesehen werden. Zusätzlich bestätigt das Unternehmen, dass die abgebildeten Ergebnisse eines Krankenhauses den ermittelten Ergebnissen entsprechen.

  • Überprüfung der Daten der Dimension Ethik und Werte

Die Daten zur Bewertung der Dimension Ethik und Werte sind eine Selbstauskunft des jeweiligen Krankenhauses. Von besonderem Gewicht für eine positive Bewertung ist die Bestätigung der Selbsteinschätzung durch eine externe Organisation (Externes Audit). Zusätzlich werden die Ergebnisse stichprobenartig von 4QD-Auditoren überprüft.

Wie aktuell sind die Daten?

Daten, die auf Qualitätskliniken.de dargestellt werden, sind nicht älter als 3 Jahre. Jedes Krankenhaus hat monatlich die Gelegenheit, alle Daten zu aktualisieren. Werden Daten jedoch über 3 Jahre nicht aktualisiert, gehen sie nicht mehr in die Bewertung ein und das Krankenhaus wird dadurch in der Rangfolge absinken.

Warum können die Patientenzahlen bei der Darstellung der Qualitätsindikatoren und der Darstellung der Fallzahl gemäß Suchkriterien voneinander abweichen?

Die Indikatoren werden aus verschiedenen Datenquellen berechnet. Die Patientenzahl setzt sich dabei aus den von den Mitgliedseinrichtungen gemeldeten Datensätzen zu Behandlungsfällen zusammen. In wenigen Ausnahmefällen kann ein Patient sich mehrfach in dieser Fallzahl wiederfinden. Diese Unschärfe in der Darstellung wurde aus Gründen der Patientenfreundlichkeit bewusst in Kauf genommen.

Statistik

Welche Aussage hat ein Median?

Der Median ist derjenige Wert, für den 50 Prozent der Ergebnisse aller Mitgliedskliniken kleiner und 50 Prozent der Ergebnisse aller Mitgliedskliniken größer sind. Der Median ist ein Maß, das die Verteilung von Ergebniswerten im Allgemeinen besser beschreibt als der arithmetische Mittelwert.

Welche Aussage hat der durchschnittliche Wert?

Der durchschnittliche Wert ist der arithmetische Mittelwert aller Ergebnisse der Mitgliedskliniken in einem Indikator oder einer Dimension.

Was ist der Referenzbereich?

Der Referenzbereich gibt den Bereich eines Qualitätsindikators an, in dem sich der gemessene Wert befinden sollte um erreichbar gute Qualität darzustellen. Der Referenzbereich kann auch als "Unauffälligkeitsbereich" bezeichnet werden.
Es werden Zielbereiche und Toleranzbereiche unterschieden:
Zielbereich: Gestützt auf wissenschaftliche Untersuchungen wird definiert, welches Ergebnis als gute Qualität anzusehen ist. Für diese Indikatoren werden feste Werte als Referenzbereichsgrenzen festgelegt.
Toleranzbereich: Für einige Indikatoren lässt sich keine sichere Grenze festlegen, die erreichbar gute Qualität beschreibt. Hier wird der Referenzbereich so festgelegt, dass er besonders auffällige Ergebnisse kenntlich macht.